Ausbildung Natur- und Pflanzenpädagogik

"Ich ging zu einem Spaziergang hinaus und beschloss schließlich, bis Sonnenunter-gang draußen zu bleiben. Hinausgehen, so fand ich heraus, bedeutet eigentlich hineinzugehen." (John Muir)

Grundlegende Informationen zur Ausbildung

Die einjährige Ausbildung lehrt Sie, Pflanzen zu erkennen, ihr Wesen zu verstehen und ihre Wirkkräfte anzuwenden. Sie verbindet naturheilkundliches Wissen mit dem der Schulmedizin. Die Ausbildung bietet Ihnen die Möglichkeit, die tiefe Verbindung mit der Natur und mit Ihnen Selbst wieder herzustellen. Es werden Wege gezeigt, sich mit der Natur und der eigenen Intuition zu verbinden und die persönliche Wahrnehmung zu stärken. Die Natur- und Pflanzenheilkunde ist dabei unser Werkzeug - die Natur selbst unsere Lehrmeisterin.

Seit Jahrtausenden ist die Anwendung von Pflanzen ein wesentlicher Bestandteil der Heilkunde. In der Phytotherapie kennt man die vielfältigsten Anwendungsformen, um die Lebensqualität zu verbessern und Krankheiten zu begleiten. Beinwell bei Muskel- und Gelenksbeschwerden, Johanniskrautöl in der dunklen Zeit, Fichtenharz bei Erkältung, Brennessel zur Entgiftung, Frauenmantel bei Wechselbeschwerden und Gänseblümchen als Salat. Als Säulen der Naturheilkunde beschreibt Sebastian Kneipp auch die Elemente der Erde, des Wassers, der Luft und des Lichtes. Im natürlichen Kreislauf, dem Medizinrad, wandeln wir gemeinsam mit allen Lebewesen auf dieser Erde.

Zwischen den 6 Seminarwochenenden wird es Vertiefungsübungen geben, sodaß die Ausbildungsteilnehmer über das gesamte Jahr begleitet werden, das Erlernte zu üben und anzuwenden. Diese Übungen zwischen den Blöcken sind ein wesentlicher Bestandteil der Fortbildung.

Ausbildungsinhalte:

• Grundlagen der Naturheilkunde, speziell der Pflanzenheilkunde

• Pflanzen erkennen, sehen wo sie leben, sammeln und verarbeiten

• Die eigene Wahrnehmung erweitern

• Intuition und Energiefelder

• Anwendung der Naturheilkunde bei verschiedenen Krankheitsbildern

• Herstellen von Salben, Ölen und Tinkturen

• Anwendung von Tees, Kräuterbäder, Inhalationen, Umschläge

• Pflanzen als Nahrung

• „Laß dich von Pflanzen und Tieren rufen!“

• Spurenlesen

• Ätherische Öle und deren Anwendungsmöglichkeiten

• Herstellung von Notfall- und Massageölen, Badesalzen, Gesichtsmasken

• Räuchern - Rau(h)nächte

• Die geheime Sprache der Vögel

• Die Kraft und das Wesen der Bäume, des Wassers und des Feuers

• Die Sprache der Natur und ökologische Zusammenhänge

• "Das Medizinrad" - Der Kreislauf des Lebens

• Lehren und Lernen in der Natur, Coyote Teaching, Mentor Sein

• Wissenschaftliche Betrachtung, Mythologie, Brauchtum

• Rituale und Jahreskreisfeste

Die Module und Termine im Überblick

Dank des Apachen Stalking Wolf konnten viele Techniken des Überlebens der indigenen Völker über die Zeit gerettet werden. Er unterrichtete Tom Brown Jr., einen der führenden Überlebenstrainer, Spurenleser und Naturmentor. Gemeinsam mit seinem Schüler Jon Young verbreiteten sie die Wildnispädagogik (engl. Coyotementoring) auch in Europa. Auf ihren Spuren werden wir auch dich in dieser wundervollen Kunst unterweisen. So können wir einerseits die uralten Techniken der Naturvölker bewahren, andererseits werden das Wissen und die Werkzeuge, dieser Ausbildung helfen, euch als Lehrende, Betreuer und/ oder Eltern einen anderen Zugang zu euren Schützlingen ermöglichen. Sie helfen, die Talente und Fähigkeiten der Kinder und des Partners zu sehen. Sie erweitern unsere Wahrnehmung für alles, was uns umgibt und schaffen damit eine Verbindung zu Dingen, die uns bis dahin unentdeckt blieben.

Kursinhalte:

  • Grundlagen des (Über-)Lebens in der Natur
  • Unterkunft aus Naturmaterialien bauen
  • Trinkwasser finden, erkennen und aufbereiten
  • Feuer unter allen Wetterbedingungen und zu jeder Jahreszeit entfachen, ausschließlich mithilfe von Materialien, die in der Natur vorkommen
  • Kennenlernen von essbaren und heilenden Pflanzen, sowie deren Zubereitung
  • Bau eines Unterschlupfs oder Beobachtungspostens
  • Kennenlernen von Gefahren, die uns in der Natur begegnen können
  • Schnüre aus Naturmaterial herstellen verschiedene Arten der Essenszubereitung in der Wildnis
  • verschiedene Arten der Essenszubereitung in der Wildnis
  • Herstellung von Gefäßen ohne Werkzeuge
  • Verschmelzen mit der Natur: natürliche Fortbewegung, Schleichen und Tarnen
  • Orientierung im Gelände
  • Erhöhung der Wahrnehmung: Training und Ausrichtung aller Sinne, wodurch auch die Intuition gesteigert wird

Modul 2: Vögel und Federnkunde
Voraussetzung: Wildnispädagogik Basiskurs

In diesem Modul geht es nicht darum, die Stimmen von hunderten von Vögeln zu erkennen, sondern die Sprache des Waldes zu verstehen. Vögel stellen in der Tierwelt ein Frühwarnsystem dar. Werden wir uns der Harmonie oder Disharmonie in ihrem Gesang oder ihren Rufen bewusst, ermöglicht uns das eine Vielzahl von Entdeckungen, die uns ansonsten verborgen geblieben wären. So können wir noch rechtzeitig in den Himmel blicken um eine Krähe beim Nestraub zu beobachten oder uns rechtzeitig vor dem Fuchs verstecken, um in einmal so nahe wie noch nie zu erleben.

Durch eine Auseinandersetzung mit den Lebensräumen, den Verhaltensweisen und den Federkleidern der Vögel verstehen wir den Wald und die uns umgebenden Ökosysteme noch besser. Damit können wir uns auf noch mehr interessante Naturerfahrungen freuen.

Modul 3: Pflanzen und Bäume
Voraussetzung: Wildnispädagogik Basiskurs + Modul 2

Eigentlich versorgt uns die Natur großzügig mit allem was wir zum Leben brauchen: Pflanzen und Bäume bieten uns Nahrung und Heilung, sowie Rohstoffe für Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände. Doch welche Pflanze versorgt mich womit? Welcher Baum eignet sich besonders gut wofür?

Wie im Vogel-Modul kommt es auch hier nicht darauf an, jede einzelne Pflanze beim Namen zu kennen. Auch hier vermitteln wir grundlegendes Wissen, das uns befähigt von der Natur zu leben. Eine handvoll essbarer Pflanzen gibt es in jeder Umgebung und vor jeder Haustür befindet sich eine kostenlose Apotheke. Mit diesem Wildniswissen ist es kein Problem von Frühling bis Winter unabhängig zu sein.

Im Winter dann kommen uns die Bäume zu Hilfe...

Doch es ist auch vorsicht geboten, denn es gibt auch Gifte in der Natur! Auch dafür geben wir die richtigten Werkzeuge mit auf den Weg. Denn wir nicht verhungert und sich nicht vergiftet, der lebt!

In diesem Modul öffnen wir den uns verstellten Blick für die Gaben der Schöpfung, richten unseren Blick wieder aus auf die Geschenke der Natur und machen erhalten durch unsere erweiterten Überlebenskünste ein Stück mehr Freiheit und Unabhängigkeit

Modul 4: Säugetiere und Coyote-Teaching
Voraussetzung: Wildnispädagogik Basiskurs + Module 2-3

Dieses Modul führt in die Welt der Säugetiere. Besonders spannend wird es, wenn wir ihnen nachstellen, denn die Vielzahl der Informationen, die wir einer Spur entnehmen können, übersteigt die Vorstellung der meisten. Beim Erlernen der Kunst des Fährtenlesens werden wir Detektivarbeit leisten, die jeden "Tatort"-Kommissar vor Neid erblassen lässt. Doch noch wichtiger ist das damit gewonnene Verständnis für die Natur.

Die Säugetiere reihen sich in den Kreis unserer natürlichen Lehrmeister, doch es ist auch wichtig, dieses Wissen zu wahren und weiterzugeben.

Coyote-Teaching gibt uns Techniken, Methoden und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten an die Hand, jedes Wissen effektiv und anwendbar weiterzugeben - egal ob an Kinder oder Erwachsene. Coyote -Teaching zeigt, wie Naturvölker lernen und lehren - ganz ohne Stress und Druck, dafür aber mit viel Freude.

Diese Prinzipien können überall angewendet werden! Ob als Lehrer, Pädagoge, Eltern oder Firmenchefs.

Modul 5: Coyote-Mentorning und Abschluss
Voraussetzung: Wildnispädagogik Basiskurs + Module 2-4

Eigentlich versorgt uns die Natur großzügig mit allem was wir zum Leben brauchen: Pflanzen und Bäume bieten uns Nahrung und Heilung, sowie Rohstoffe für Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände. Doch welche Pflanze versorgt mich womit? Welcher Baum eignet sich besonders gut wofür?

Wie im Vogel-Modul kommt es auch hier nicht darauf an, jede einzelne Pflanze beim Namen zu kennen. Auch hier vermitteln wir grundlegendes Wissen, das uns befähigt von der Natur zu leben. Eine handvoll essbarer Pflanzen gibt es in jeder Umgebung und vor jeder Haustür befindet sich eine kostenlose Apotheke. Mit diesem Wildniswissen ist es kein Problem von Frühling bis Winter unabhängig zu sein.

Im Winter dann kommen uns die Bäume zu Hilfe...

Doch es ist auch vorsicht geboten, denn es gibt auch Gifte in der Natur! Auch dafür geben wir die richtigten Werkzeuge mit auf den Weg. Denn wir nicht verhungert und sich nicht vergiftet, der lebt!

In diesem Modul öffnen wir den uns verstellten Blick für die Gaben der Schöpfung, richten unseren Blick wieder aus auf die Geschenke der Natur und machen erhalten durch unsere erweiterten Überlebenskünste ein Stück mehr Freiheit und Unabhängigkeit.

Weitere Hinweise und Informationen zur Buchung der Ausbildung

  • Die Module 2-5 beginnen jeweils donnerstags ab 18 Uhr. Die Zeit bis Freitagabend dient der Übung und Wiederholung bereits behandelter Aspekte. Neue Lerninhalte des jeweiligen Moduls werden erst ab Freitagabend vermittelt, sodass eine Teilnahme gegebenenfalls auch ab diesem Zeitpunkt möglich ist.
  • Zur Erlangung des vhs-Zertifikats "Wildnispädagoge" müssen im Laufe der gesamten Kursphase, zusätzliche Aufgaben im Selbststudium schriftlich erarbeitet, sowie ein dreitägiges Praktikum in einer Wildnisschule absolviert werden.
  • Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Es gilt eine Mindesteilnehmerzahl von 4 Personen. Der Teilnehmerbeitrag versteht sich als Gesamtbetrag für alle 5 Module (21 Tage) inklusive Verpflegung und Übernachtung im selbst mitgebrachten Zelt. Der Teilnehmerbetrag ist vor Beginn des Basiskurses zu leisten.
  • Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die Volkshochschule des Landkreises Freyung-Grafenau.

Auskünfte zur Kursdurchführung und den Kursinhalten direkt beim Kursleiter: Thomas Stockinger, „Woidling“ Wildnis- und Lebensakademie (Tel.: 08555/ 4071935, Mail: kontakt@woidling.de).


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